Ich bin jetzt einmal wo anders!

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Der Mainstream vs. mein Lebenswandel

Viele fragen mich, woher ich den Mut habe, das zu machen was ich mache und wie ich das Plane usw. Und da ist schon die Fragestellung eigentlich falsch. Wir wachsen mit einer sozialen Konditionierung, oder vielleicht sollte man dazu Kultur sagen, auf, die uns in gewisser Weise trimmt: Was darf man machen, was ist verpönt, was ist richtig, was falsch …

Warum ich glaube, dass du es besser hast, wenn du aus der sozialen Konditionierung ausbrichst?

Die soziale Konditionierung gibt uns Sicherheit in Bezug auf unser Leben und unseren Lebenssinn. Sie macht uns mit unserem Leben in gewisser Weise vertraut. Die soziale Konditionierung gibt uns eine Art Lebensplan. Sie gibt uns:

  1. einen Anfang
    gegen dein können wir uns fast nicht wehren. Heranwachsen, Schule, Lernen, sich auf das Leben vorzubereiten (dabei ist man bereits ein Leben)
  2. einen Mittelteil
    Selbstverwirklichung, Arbeiten, Teil des Staates zu sein, indem es dir ja besser geht als wenn du Teil eines anderen Staates wärest. Liebe, Fortpflanzung, …
  3. ein Ende
    Der Lebensabend, wo man das Leben nur noch genießt und stolz zurückblickt auf das „geleistete“.

Also:

Was kann es denn Besseres geben als heranzuwachsen, zur Schule zu gehen, gute Noten zu bekommen, zu studieren, die Liebe deines Lebens zu treffen, eine gute Arbeit zu bekommen, seine Liebe zu heiraten und Kinder zu kriegen?

Als Gutbürger Deutsches Essen zu essen: Sauerkraut, Bratwürste, Schweinebraten, Pommes. Und wenn man ein Gutmensch ist, dann vielleicht auch internationale Küche: Döner, Hamburger, Pizza.

Irgendwann in Pension gehen und das Leben zu genießen. Noch immer mit seiner Jugendliebe verheiratet zu sein und zu seinen Kindern und Enkelkindern auf Besuch fahren, die ebenfalls glücklich verheiratet sind und in Harmonie leben, …

Prinzipiell ist nichts Schlechtes daran, aber die Geschichte zeigt, dass es oftmals ganz anders endet.

Dieser Everybody’s Darling ist im Prinzip von Anfang an angepisst, weil er nie das macht, was er eigentlich machen möchte und immer schön brav kuscht und daran glaubt, dass es sich später einmal auszahlen wird.

Was ich aber eher z.B. sehe ist: Dass er mit 48 einen Herzinfarkt hat, die Kinder sind nicht bestürzt, sondern sagen: Es geschieht dir recht, du hast ja immer Pommes gegessen und fetten Schweinebraten – du Tiermörder…

Die Frau hat sich sowieso schon vor 12 Jahren scheiden lassen. Seine Enkelkinder kann er gar nicht sehen, weil seine eigenen Kinder ihn für einen schlechten Umgang für ihre Kinder halten, …

Das ist das, was ich meistens in ähnlicher Form so wahrgenommen habe.

Und wenn ich das sehe, dann frage ich mich, ob ich mich denn selbst verarschen möchte danach zu leben.

Wir sind immer gefangen in der allgemeinen Meinung. Entweder was uns die Society, die Medien, die Religionen oder der Staat vorgibt. Oder manche sind sogar ganz „individualistisch“ und haben die Meinung die ihnen von Verschwörungstheoretikern vorgegeben wird.

Zum Einen möchtest du als Mensch deine Individualität leben, aber zum Anderen bedienst du dich der Regeln des Staates, der Werbung, der Medien, der Kultur und der Wirtschaft.

Es ist unglaublich schwierig dieses Leben aufzugeben. Davon hat wahrscheinlich Jesus gesprochen als er sagte:

Wer sein Leben aufgibt wird es gewinnen. Wer sein Leben behalten möchte wird es verlieren.

Denn die Masse in der wir uns befinden ist ja nicht demokratisch, sondern sozialistisch – Kommunistisch und eine native Stasi quasi.

Die Gesellschaft ist ähnlich wie ein Prokrustesbett. Nein, falsch, de facto ist die Gesellschaft der Exekutor also Prokrustes selbst.

Die schlimmste Bedrohung ist ja, dass dir jemand dein Weltbild zerstört, weil dann verlierst du ja dein Gesicht, weil dann hat der andere recht und du unrecht. Und damit das nicht passiert, versuchen wir den anderen, der recht haben könnte, unter allen Umständen und mit allen Mitteln zu vernichten.

Moral? Ethik? What the fuck is that?

Als ich vom Tischler zum Segellehrer wechselte gab es von allen Menschen die ich kannte einen Shitstorm. Und das ohne Facebook, YouTube oder Twitter.

Während alle anderen die bereits Segellehrer oder Schilehrer oder ähnliches waren, mir gratulierten und mich in ihrem Kreis willkommen hießen. Denn für diese Menschen war ich ja eine Bestätigung, dass sie damals auch das Richtige getan hatten.

Letztendlich müssen wir alle immer mit den Konsequenzen leben. Sich die Konsequenzen auszurechnen kann eine große Entscheidungshilfe sein.

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