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Die Wahrheit über Digitale Nomaden in Chiang Mai

Es geht nicht darum etwas Positives oder Negatives über die Digitalen Nomaden zu sagen, sondern darum eine Adaptationsbasis zu schaffen um das überhaupt zu verstehen in welchem Licht man dieses Phänomen betrachten soll. 

Generell ist ja eines festzuhalten: Wer verlässt freiwillig alleine seinen Tribe? Das ist eigentlich eine der größten instinktiven Ängste die wir haben.

Also: Ein Digitaler Nomade – ich würde ja lieber Digitale Zigeuner sagen, weil die ja eher durch die Welt zigeunern – ist im Normalfall ein sehr schwer geisteskranker Mensch. Das ist nicht negativ und schon gar nicht abwertend gemeint. Sondern das ist eine Veranschaulichung und einige Handlungen werden dadurch auch verständlicher.

Ein normaler Mensch bleibt normalerweise in seiner gewohnten sozialen Umgebung.

Vor ca. 15 Jahren gab es eine Dokumentation im ORF über Peter Turrini. Das ist ein österreichischer Schriftsteller und Stückeschreiber. Der übrigens meiner Meinung nach das vielleicht geilste Theaterstück ever geschrieben hat: Rozznjogd. Das ist ein Stück im Wiener Dialekt geschrieben und gespielt. Es könnte auch: Der Weg zur Wahrhaftigkeit oder zum Wahren Leben heißen. Das Geheimnis echten Lebens, oder der Sinn des Lebens.

Aber das ist eine andere Geschichte. Auf alle Fälle fragt ihn die Reporterin irgendwann einmal, warum er Schriftsteller und Künstler geworden sei. Auf diese Frage hat hin hat der Peter Turrini die Reporterin angeschaut als ob er sich fragen würde ob sie denn überhaupt noch alle Tassen im Schrank hätte.

Nach dem Motto:
Wie kannst du dein so eine saublöde Frage stellen?

Aber dann hat er sich eingekriegt und sich wahrscheinlich gedacht: „Ok, ist eine Reporterin. Woher soll sie’s denn wissen?“ Und hat ihr dann – und vor allem auch mir – ausführlich erklärt.

Seine Erklärung:

„Aus einer Störung selbstverständlich. Aus einer schweren geistigen Störung. Jeder Künstler hat eine schwere geistige Störung. Mir ist kein Künstler bekannt der geistig normal wäre.“

(Ich selbst war damals gerade wegen einer geistigen Störung in psychiatrischer Behandlung und dachte mir: „Wow, geil. Der Typ ist auch ein Kranker genau wie ich.“ Ich hatte die Doku ohnehin sehr aufmerksam verfolgt, aber da war ich dann zu 200% mit allen Sinnen an seinen Lippen.)

„Eine Geisteskrankheit ist immer der Grund warum man Künstler wird. Man kann die Welt wie man sie erlebt nicht verarbeiten, zumindest nicht so wie es die anderen offensichtlich schaffen sie zu verarbeiten. Dadurch entsteht ein riesen Druck in einem und ein riesen Stress. Und um diesen Stress und Druck aus sich herauszuholen und zu verarbeiten schreibt man entweder, malt, haut Bilder oder transformiert in zu Musik.

Bei mir war es so, dass ich nie etwas mit meinen Mitmenschen anfangen konnte. Ich konnte niemanden verstehen. Ich hatte keine Ahnung wie die überhaupt leben können. Wie diese Menschen fühlen. Egal wo ich war, ich hatte mich nie dazugehörend gefühlt. In der Schule nicht und auch nicht bei all den anderen Aktivitäten, die die normalen Menschen gemacht haben. Ich habe alles versucht, bin dem Fußballverein beigetreten, den Pfadfindern, der freiwilligen Feuerwehr und konnte mit all dem nichts anfangen. Also habe ich irgendwann versucht durch scheiben das alles aufzuarbeiten.“

Ich saß vor dem Fernseher, als ob der Heiland zu mir gesprochen hätte. Der Typ überhaupt auch noch ein Kärntner, also konnte ich mich emotional mit ihm sehr stark identifizieren.

Das also meine ich, wenn ich sage, dass ein Digitaler Nomade in Chiang Mai ein gestörter Mensch ist.

Wobei ich die Störung nicht eingrenzen kann. Sind diese Digitalen Nomaden von sich aus selbst gestört, oder kommen sie einfach mit dem nicht klar, dass sie unter geisteskranken aufgewachsen sind oder in ihrem Land unter Geistesgestörten leben mussten.

Denn so wie wahrscheinlich beim Turrini Peter und bei mir ist es ja so, dass wir in einer extrem geistesgestörten Umwelt gelebt haben in Kärnten wo die Moral von dem katholischen Gesockse geprägt war. Und ein normaler Mensch kommt mit so einer arschwarmen Heuchlerei nicht klar. Wobei man arschwarm ziemlich wörtlich nehmen kann, wenn man sich so ansieht wie es bei den Pfarrern und den Ministranten so zuging.

Daher gehe ich davon aus, dass die meisten einfach die Ambivalenz, mit der sie von Kindesbeinen an konfrontiert wurden, nicht umgehen konnten und dadurch nicht klarkommen.

Das alles weiß aber niemand von diesen Digitalen Nomaden bzw. Zigeunern.

Das ist quasi die Wahrheit hinter den Digitalen Nomaden. Das Gros sind Menschen, die mit ihrer Umwelt nicht klar gekommen sind. Wobei ich davon ausgehe, dass sie deshalb nicht klar gekommen sind weil die Umwelt krank und gestört war.

Sie selbst sagen über sich eher wie toll sie sind und was sie für tolle Hechte sind, die ihre Träume leben und nicht ihr Leben träumen.

Eines stimmt sicher: Digitale Nomaden träumen nicht ihr Leben.

Aber es gibt in der Realität nicht nur diese zwei Optionen.

Fast alle sagen wie toll es ist zu reisen und unabhängig zu sein, um dann ein bis zwei Jahre später genau das Gegenteil zu sagen.

Es werden Bilder gepostet wo man irgendwelche Sehenswürdigkeiten besucht und geschrieben wie toll und super cool das Leben ist. Und dann kommen sie mit ihrem „authentischen“ Outing, dass sie es leid sind kein zu Hause zu haben. …

Finde ich jetzt die Digitalen Nomaden Community in Chiang Mai gut oder schlecht?

Wenn sich zwei Blinde gegenseitig die Farben erklären – ist das gut oder schlecht?

Also in meiner persönlichen Situation war es super. Weil wo ich vorher gewohnt habe im Isan mit den alten ausrangierten Sextouristen, die in Pension sind, war ja eine komplette Katastrophe.

Die einzigen Weißen die ich gesehen habe, waren Männer in Pension die eine Hure als Lebenspartnerin hatten. Die hatten ja keinen Spirit in Bezug auf etwas schaffen oder einen Beitrag zu leisten für die Menschheit. Deren kognitiven Fähigkeiten waren nicht größer als die von einem Einzeller: Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung. Also das genetische programmierte Mindestmaß. Menschen die so gemütlich wie möglich auf’s Sterben gewartet haben. Das waren ja keine Menschen, die irgendein Attribut gehabt hätten, das in meiner Welt einen Wert darstellt.
Daher war CM für mich eine Prise frischer Luft die ich dringend zum Atmen gebraucht hatte.

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