Ich bin jetzt einmal wo anders!

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Fasten Meditation in Thailand

Inspiriert von Buddha kam ich auf die Idee mich in die Berge Thailands zu verkrümeln und ohne zu Essen fünf Tage und Nächte lang zu meditieren.

Doch wie so oft im Leben: Es kam erstens anders, zweitens als ich dachte.

Was ich ganz klar herausstreichen muss: Ich war zwar inspiriert von Buddha aber mein Ziel war es nicht, dass ich erwache oder erleuchtet werde. Ich war auf der Suche nach mir. Nicht in Bezug auf „wo“, sondern in Bezug auf „wer“ ich bin.

Seit ich mich erinnern kann, habe ich mich immer gefragt wer ich bin. Als Kind hatte ich immer gehofft, dass ich nicht von den Menschen, zu denen ich Vater und Mutter sagen musste abstammen würde. Heute bin ich mir ziemlich sicher, dass es eine unerfüllbare Hoffnung war. Ich habe nicht nur die Hoffnung aufgegeben, sondern auch noch akzeptiert, dass es meine Eltern sind aus denen ich heraus geboren wurde. Und ganz ehrlich: Heute bin ich überzeugt, dass es gar nicht so schlimm ist, und dass es vielleicht letztendlich sogar egal ist wer deine Eltern sind. Nicht egal im absoluten Sinn, sondern egal in Bezug auf die Frage ob du glücklich sein kannst oder nicht. Das mag vielleicht provokant und arrogant gegenüber mir und meiner Kindheit klingen, aber wenn man sich mit dem „Mensch sein“ wirklich auseinander setzt kommt irgendeinmal der Punkt wo man sich eingestehen kann, dass es stimmt.

Was habe ich mir erhofft?

Ich wollte in erster Linie mein eigenes „ich“ finden, mein inneres ich oder meinen inneren Kern. Den richtigen wörtlichen Terminus auszudrücken ist mir bis jetzt verwehrt geblieben.

In zweiter Instanz wolle ich Einklang finden. Einklang ist ein super oft verwendetes Wort, das für mich immer mit einem asiatischen Spirit behaftet war. Den Einklang von dem ich rede ist der Einklang der inneren Stimmen die jeder Mensch hat.

Ich wette, dass jeder einzelne Mensch eine innere Stimme der „Komfort- und Sicherheitszone“ hat, die das rechtfertigt was man gewöhnlich tut und einem darin bestätigt, dass man das macht was gesellschaftlich anerkannt und gesetzlich erlaubt ist und einem vor allem nicht in Gefahr oder gar „unangenehme Situationen“ bringt. Und jeder Mensch hat auch eine Stimme der Wünsche, Triebe, Bedürfnisse, Visionen und Ziele. Meine Herausforderung bestand (vielleicht wird sie auch immer bestehen) darin, nicht eine der beiden Stimmen verstummen zu lassen oder zu überhören, sondern diese Stimmen zu einer einzigen zu vereinen.

Als drittes wollte ich herausfinden ob es eine Möglichkeit gäbe, dass ich mich selbst akzeptieren könnte so wie ich bin, denke und handle. Ob es die Möglichkeit gibt mich selbst zu lieben, so wie ich bin, war und sein werde, denke, dachte und denken werde und handle, handelte und handeln werde.

Also, ob ich mich als Gesamtpaket annehmen, akzeptieren und lieben kann.

Was habe ich gefunden?

Eigentlich hatte ich Angst, dass ich ein liebesbedürftiges nach Aufmerksamkeit suchendes Kleinkind als mein inneres ich finden würde. Ich dachte auch, dass dies eh das schlimmste sein könnte das ich finden würde. Ein im Kleinkindalter steckengebliebenes ich in einem erwachsenen Körper.

Das was ich letztendlich gefunden habe war etwas ganz anderes und es war schlimmer. Eigentlich schon fast wieder lustig (wenn man Galgenhumor mag oder kein anderer verfügbar ist), wenn man versucht ein Problem zu lösen und das Ergebnis ist ein noch größeres.

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2 Antworten auf Fasten Meditation in Thailand

  • Lieber Helmut, sehr mutig und berührend!

    Ich glaube, du bist jetzt auf dem Weg, dich zu spüren und ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du dich mit deiner Ursprungsfamilie aussöhnst. Das wird dir deinen eigenen Frieden bringen. Wenn es in der Realität nicht möglich ist, dann gedanklich. Ich weiß, wovon ich schreibe, denn ich habe selbst ähnliche Erfahrungen in meiner Kindheit gemacht.

    Ich wünsche dir,dass du immer mehr Menschen triffst, die dich bereichern und umgekehrt, die du bereicherst. Die Anderen kreuzen deinen Weg für wenige Sekunden und du wirst dies erkennen und dich geistig beiseite stellen, damit diese negativen Erfahrungen rasch wieder aus deinem Leben schwimmen können. Mir hilft das Bild, dass ich mich in einem tosenden Fluss nicht frontal gegen die Strömung stelle sondern seitlich, damit ich so wenig als möglich abbekomme und den Fluss vorbeifließen lasse.

    Ich habe deine sehr unterhaltsamen, wenn auch ab und zu durch deftige Aussagen gespickten, Videos zufällig entdeckt und freue mich, wenn du weiterhin deine Gedanken, Eindrücke und Erfahrungen mit uns teilst.

    Du bist authentisch, emotional äußerst intelligent und ein kluger mutiger Mann. Du hast schon Vieles verstanden!
    Nur wenige schaffen es, in solch einen inneren Abgrund hinein zu spüren. Bleib dran, lass aber auch wieder los und genieße das Hier und Jetzt. Lass das Negative nicht anhaften, sondern lass es gehen. Erlerne Übungen und Meditationen des Heils. Vielleicht auch eine Psychotherapie. Mir hat es sehr geholfen und ich fühle mich meist frei und leicht. Du wirst das Richtige für dich finden.

    Damit du weißt, wer ich bin:
    Weiblich
    59 Jahre
    Verheiratet (seit 40 Jahren mit ein und dem selben Mann)
    Kindergartenpädagogin und Fachsozialbetreuer im Behindertenbereich
    vierfache Mutter
    bald sechsfache Oma

    Ich wünsche dir das Allerbeste und sch….. auf eventuell blöde Kommentare – sie wissen nicht was sie tun und sind auch nur süße Hunde ;). Das Kommando heißt einfach „Aus“ 😀

    Eva

    • Hallo Eva,
      ein wirklich herzliches Dankeschön für deinen Kommentar. Wenn ich ihn so durchlese, dann drängt sich mir der Gedanke auf, dass du ein großartiger Mensch sein musst. Ganz ehrlich gesagt, glaube ich, dass ich selbst mein bester Psychotherapeut bin – und ich hatte einige. Mein Fazit: (Bis auf die Ausnahmen natürlich) Alles studierten Psychotherapeuten kannst du in die Tonne treten. Die taugen nichts für’s Leben. Daher können sie dir auch nichts Lebenstaugliches geben. Ich glaube ein Obdachloser am Straßenrand kann dir mehr helfen, denn das ist ein Mensch der wenigstens am Leben teilgenommen hat. Er hat zwar in gewisser Weise den Kampf verloren, aber er war zumindest ein Kämpfer/Teilnehmer. Der Psychologe ist in meiner Perspektive nur ein Zuschauer, ähnlich wie Fußballzuschauer. Die würden auch allesamt besser spielen als die Spieler selbst, wenn man ihnen so zuhört. Trotzdem glaube ich das nicht und noch weniger glaube ich, das ein Zuschauer einen Spieler tatsächlich einen guten Rat geben kann.
      Es freut mich, dass es Menschen gibt die einen Lebenspartner haben und scheinbar glücklich miteinander sind. Das ist meiner Erfahrung nach eine extreme Ausnahme. Daher freue ich mich mit dir, deinen Kindern und Enkelkindern und auch deinem Mann 😉
      Alles Gute
      Helmut

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