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Good bye Nong Bua Lamphu – Hallo Phrae

Nachdem ich die Schn… wirklich voll habe vom Isaan bin ich am Donnerstag dem 09. März 2017 nach Phrae aufgebrochen. Zwar gibt es noch immer Dinge in Nong Bua Lamphu an denen mein Herz hängt, aber die Frustration über die Entwicklungen im Isaan ist für mich einfach zu groß um noch länger wertvolle Lebenszeit an in diesem Sumpf zu verschwenden.

Meine Gefühle waren sehr, um nicht zu sagen extrem, durchgemischt als ich mich auf den Weg machte.

In den letzten Jahren habe ich immer gesagt, dass ich die Ausländer in Thailand nicht verstehe, die über alles am rummotzen sind und dennoch hier in Thailand leben. Das ist eine Sache die ich bis heute und wahrscheinlich bis in alle Zukunft nicht verstehen werde. Ich bin seit etwa einem Jahr nicht mehr Zufrieden mit der Entwicklung in Nong Bua Lamphu, bzw. im Isan und habe bemerkt, dass ich so gut wie keine positiven Parameter mehr sehen oder finden kann. Daher gibt es auch gar keine andere Alternative außer: Weg aus dem Isan, weg von einer Umgebung die mich nach unten ziehen will.

Interessant allerdings ist es für mich festzustellen, dass ich mit dem Loslassen jetzt doch so einige Probleme habe. Aber das ist halt eine sehr persönliche Geschichte.

Eine Woche in Phrae:

Seit einer Woche bin ich nun in Phrae und bin wirklich begeistert über die positiven Unterschiede zu Nong Bua Lamphu. Phrae ist eine eher kleine Stadt. Laut Wikipedia soll die Stadt 16 000 Einwohner haben, was ich auch glauben kann – aber laut Einwohnermeldeamt soll die Stadt 200 000 Einwohner haben, was aber unter keinen Umständen stimmen kann.

Trotzdem die Stadt und die Provinz Phrae ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer noch ein Stück Echtes Thailand erleben möchte hat in Phrae noch die Gelegenheit dazu. Gleich als ich hier ankam landete ich per Zufall auf dem ga … markt einem Nightmarket ähnlich dem … an der Tha pa gate in Chiang Mai wo traditionelle nordthailändische Sachen angeboten werden und Musiker mit ihren uralten thailändischen Instrumenten musizieren. Von der Idylle und der lieblichen Aura des Markts war ich wirklich angetan. Ich kam mir vor als ob ich mich in einer belebten und beseelten Folklore-Postkarte befinden würde. Und ich meine nicht diese gestellte Folklore wie sie sonst wo als Augenauswischerei für Touristen veranstaltet wird sondern echte beseelte Folklore.

Auch sonst bietet Phrae viele Sachen die Sehenswert sind. Leider habe bis jetzt noch nicht die Zeit gehabt diese auch zu besuchen bis auf einen Tempel und das „Free Thai“ Museum เสรีไทย. das sie Geschichte im zweiten Weltkrieg über eine Untergrund oder Partisanenbewegung gegen die Japaner erzählt.

Aber ich bin generell der, der die allerwenigsten Sehenswürdigkeiten sieht, weil ich Menschen als sehenswerter empfinde als Statuen, Dinge oder Gebäude. Das heißt ich unterhalte mich lieber mit den „Eingeborenen“ und habe Spaß mit Ihnen als dass ich durch Tempel oder sonstige Gebäude laufe. Zum Beispiel wohne ich hier im Young Ma Homestay. Das ist – ich weiß eigentlich gar nicht wie ich es nennen sollte – eine Unterkunft die wohl als Hostel bezeichnet wird. Der Inhaber ist ein älterer, extrem netter und geselliger Typ und hat mir erzählt warum es Young Ma heißt: Es ist ein Feld vor einem der vormals 4 Stadttoren auf dem Pferde gehalten wurden. Pferd heißt auf Thailändisch Ma. Also Young Ma könnte man wahrscheinlich mit Pferdekoppel am treffendsten übersetzten. Und so etwas ist für mich eben sehens- oder besser gesagt: hörenswert. Einfach mit Einheimischen über solche Sachen zu plaudern.

Was ich allerdings gesehen habe, und was für mich zu den absolut sehenswertesten Dingen hier überhaupt gehört, war der Besuch in einem Hmong Dorf. Unglaublicher Weise war ich der erste Ausländer der jemals dieses Dorf besucht hat. Die Hmongs sind eine ethnische Minderheit die geschichtlich wohl eher zu den Naturvölkern bzw. Nomaden gehören.

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2 Antworten auf Good bye Nong Bua Lamphu – Hallo Phrae

  • hab dich heute entdeckt — nach vielen Tagen und Wochen und Monaten von filmen online und youtube, nach Musik und Film und Reisebildern…
    und bin erstaunt. Du bist ein sympathischer Mensch, das steht schon einmal fest und ist das wichtigste. Ich werde in nächsten Zeit mehr lesen und hören und ansehen… dann kann ich dir mehr sagen.
    Bis dahin: Take care, pass auf dich auf. Danke für deine Filmbotschaften.
    Michel
    P.S: Schreibe gerade ein Buch über meine Reisen und Heimkommen der letzten Jahre, bin Autor und Photograph, lebe in einem alten, kleinen Häusle in Südbaden, Germany. Und bin gespannt, was mir im vierten Viertel (bin 60 geworden) noch über den Weg läuft…

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