Ich bin jetzt einmal wo anders!

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Mein Mindset, dass mich jeden Tag glücklicher macht

Ich verwende das Wort Mindset deshalb, weil es für mich die treffendste Beschreibung ist. Es geht um das „Setup“ von deinem Geist bzw. deinen Denkprozessen. Ein neues Setup im eigenen Biocomputer zu installieren benötigt schon einige Zeit. Denn es wird nicht installiert wie auf einem normalen Computer, sondern es muss vom Hirn erst angenommen werden und dies passiert über einen (sehr) langen Zeitraum.

Mein größtes Problem war, dass ich mich wertlos und unberechtigt gefühlt hatte und dass ich dachte, alles geht immer schief. Ich habe mich für einen echten umgekehrten Alchimisten gehalten. Jemand, der Gold in Scheiße verwandeln kann.

Also war das erste, dass ich für mich kalibriert habe: Scheiße ist super. Scheiße ist meine Zukunft. Scheiße ist mein natürliches natives Milieu, wenn meine Ergebnisse Scheiße sind, dann ist das bereits Premium Level.

Und ich habe mich gefragt: Kann ich das glauben? Und im Großen und Ganzen konnte ich zustimmen. Nicht erfreut aber es machte und macht noch immer Sinn für mich.

Im weitesten Sinn habe ich einfach mein Ego aufgegeben, mein Selbstbild und meine Erwartungen an das Leben.
Und dadurch konnte ich einen sehr starken Glauben bzw. Glaubenssatz aufbauen:

Alles wird gut!

Egal was alles passiert in einer sozialen, geschäftlichen oder persönlichen Interaktion – Alles wird gut! Alles was passiert führt letztendlich dazu, dass es gut wird. Jede Aktion die von mir kommt und jede Reaktion darauf ist dazu da, dass am Ende ich mir genau das hole was ich brauche. Oder damit ich lerne wie ich zu dem komme was wichtig ist, damit ich richtig entscheiden kann.

Die 2. Überzeugung die aus diesem Egoaufgeben resultierte ist:

Es gibt nichts, dass ich von jemand anderen brauche!

Ich brauche Wasser und Essen. Das ist alles was ich brauche.

Klar möchte ich mit anderen Menschen in Kontakt, in Interaktion treten. Natürlich möchte ich Freunde, aber ich brauche sie nicht. Zumindest niemals einen speziellen Menschen und jetzt sofort, sondern Menschen die ähnliche Wertvorstellungen wie ich besitzen, und davon gibt es immer welche – irgendwann.

Denn wenn man etwas braucht, dann möchte man es vielleicht nicht wirklich. Es ist ein Unterschied ob du ein Bier oder ein Whisky Cola trinken möchtest oder ob du ein Bier oder einen Whisky brauchst. Wenn du den Whisky brauchst, dann bist du abhängig, dann willst du ihn nicht.

Diese Einstellung hat zu meiner 3. Überzeugung geführt:

Ich brauche niemanden etwas zu beweisen oder mich zu beweisen oder zu rechtfertigen!

Es gibt nichts was ich gegenüber jemand anderen zu tun habe oder hätte, um als Mensch attraktiv zu sein. Attraktivität ist kein Ergebnis von Anstrengungen und Beweisführungen wie toll man ist, es ist das Resultat von dem was du bist. Du bist der einzige dem gegenüber du etwas zu beweisen hast. Das hilft dir den Schwerpunkt auf deine persönliche Entfaltung als Mensch zu legen anstatt dich nach anderen Meinungen zu richten. Wenn ich keine Erklärungen oder Entschuldigungen zu meiner Person abgebe (eine meiner größten Herausforderungen) oder wer ich bin, zeigt eine Stufe der Selbstakzeptanz die mich zu dem Menschen führt, mit dem ich am meisten zusammen sein will – zu mir selbst. Es gibt niemals einen guten Grund für mich einen anderen Menschen von meinem Wert zu überzeugen. Schon gar nicht und auf „keinsten“ Fall durch Geld oder materielle Werte.

Sage, was immer in deinem Kopf ist!

Versuche die Filter die zwischen Hirn und Mund sind herauszunehmen. Und vor allem: Steh auch dazu. Versuche zu beobachten was passiert, wie die Menschen sich damit fühlen.

Was mir den nächsten Punkt bewusst gemacht hat:

Jede Interaktion mit anderen Menschen ist eine Investition in meine Persönlichkeit!

Erstens lerne ich meine Ängste damit zu dominieren. Dabei bilde ich meine soziale Persönlichkeit und meine soziale Kompetenz aus. Dadurch entwickelst du auch eine Wahrnehmung davon was in deiner Kontrolle ist. Was du und wie du Kommunikation und Interaktionen beeinflussen kannst.

Und der vielleicht wichtigste Gedanke in meinem Mindset:

Welchen Wert oder Nutzen kann ich geben?

Ich regle meine Sachen selbst. Zu Deutsch: Ich kriege meine Scheiße selber gebacken. Deshalb denke ich nicht was ich von anderen bekommen kann oder welchen Nutzen ich daraus ziehen könnte, sondern ich denke was kann oder könnte ich geben. Es kann ein cooler lustiger Vibe sein, oder eine großartige Unterhaltung oder eine nicht urteilende Attitüde die andere freut, weil sie so sein können wie sie sind und sich wohl fühlen.

Wichtig ist nur niemals zu vergessen, dass Geben nichts mit Handeln (Tauschen) zu tun hat. Wenn du etwas gibst und dafür etwas zurückerwartest, dann bist du nichts als ein Wucherer.

Ein Händler möchte kontrollieren und manipulieren und will immer was zurück. Viele Menschen spüren diesen Vibe dieser Persönlichkeiten wie diese es auch selbst oft spüren – daher sind sie auch oft mit sich selbst unzufrieden.

Ein Händler ist für mich ein falscher, hochgiftiger Mensch mit dem ich in keinstem Fall Kontakt haben möchte.

Wenn ich zu den Waisenkindern gehe, für die einkaufe und koche, dann erwarte ich nichts zurück von ihnen. Die brauchen mich weder zu lieben noch dankbar dafür zu sein. Klar freue ich mich, wenn ich sehe, dass diese Kinder sich freuen und diese Freude mit mir teilen.

Aber wenn sie mir ihren Unmut zeigen würden und mir ins Gesicht spucken würden, dann würde mich, dass noch mehr berühren.
Dann würde ich mir nicht denken: Die wissen das nicht zu schätzen was ich für sie mache – denn dann würde ich nichts als ein giftiger, egoistischer Händler sein.

Ich würde mir denken:

  • Die schätzen das nicht was ich mache.
  • Wie kommt das zustande?
  • Was sind die Hintergründe dafür?
  • Offensichtlich fühlen sie sich angegriffen durch das was ich mache.
  • Wie kommt es dazu?
  • Wie kann ich ihnen helfen und zwar so, dass sie sich wertgeschätzt und geholfen fühlen?

Dann das erste Setup für meinen Geist war eine Aussage, die ich zum ersten Mal von Bruce Lee gehört habe. Das war ein Schwarz-Weiß Interview quasi über sein Mindset. Und zwei Sachen sind mir da hängengeblieben. Die erste mit der ich noch immer nicht wirklich was anfangen kann. Also es macht in irgendeiner Weise Sinn für mich, irgendwie aber auch wieder nicht. Das war die Aussage: Be water my friend.

Das was mich aber beeindruckt hat und vielleicht die wichtigste Lebensweisheit ist, war:

Don’t wish it were easier, wish you were better.

Also zu Deutsch:

Wüsche nicht, dass es leichter wäre, wünsche dass du besser wirst.

Er hat sich also nie gewünscht, dass seine Gegner schwächer wären, sondern, dass er besser wird. Die halbe Doku, es war eigentlich so halb Interview und halb Doku, war darauf aufgebaut, dass dieses Mindset ihn so außergewöhnlich erfolgreich gemacht hat.

Denn die Hoffnung, dass das Leben einfacher wird ist irrsinnig. Darauf haben wir keinen Einfluss. So können wir keine geplanten Erfolge erzielen. Aber auf unsere Fähigkeiten, Kenntnisse, auf unser Wissen und unsere Kompetenzen haben wir Einfluss.

Und ich glaube diese Idee ist wirklich ein Setup in meinem Gehirn. Den Wunsch, dass irgendetwas leichter sein sollte kenne ich irgendwie gar nicht mehr.

Der wir Gedanke

Eine Aussage von Bert Hellinger hat für mich extrem viel Sinn gemacht:

Jeder hat das Recht dazuzugehören.

Das funktioniert aber nur, wenn ich auch jedem das Recht einräume Vorurteilsfrei auch zu mir zu gehören.
Ich und du sind Teil der Welt, wir sind alle miteinander verbunden. Und jeder Mensch den ich sehe und den du siehst ist Teil dieser „wir“ Gesellschaft. Egal welchen Geschlechts, Körperstatur, Rasse, Ausstrahlung, Aura, – Jeder gehört dazu.

Wenn man nicht auf andere Menschen zugeht, kann das 2 Ursachen haben:

  1. Angst abgelehnt zu werden und dadurch zu erkennen, dass man sich nicht verbinden kann mit anderen um letztendlich die Bestätigung zu bekommen, dass Einsamkeit das vorgegebene Schicksal ist. Oder
  2. Man hält sich selbst für besser als den anderen und verurteilt den anderen, dass er sowieso nicht in der Lage ist, bzw. wäre das zu erkennen und dadurch unser Ego nicht füttern könnte.

Im Grunde liegt aber immer eine Vorverurteilung zu Grunde, dass der andere uns ablehnen wird. Die Grundlage dafür ist, dass wir die oberflächlichen und augenscheinlichen Unterschiede wie: Status, Geschlecht, Rasse, Kultur, Alter, Wissen, Fähigkeiten, körperliche Merkmale, Behinderungen, … sehen und dadurch gar nicht mehr die Gemeinsamkeiten die wir alle teilen erkennen: Der andere ist ein Mensch genauso wie du mit all den menschlichen Bedürfnissen wie du nach Liebe, Anerkennung, echten Freundschaften, Geborgenheit, Sicherheit, Ehrlichkeit, ….

Eine Aura der Unterschiedlichkeit verhindert gegenseitiges Öffnen – geht nicht, weil es ja beide Seiten dazu braucht.

Ich versuche gerade, weil ich ja eben mir dessen wieder bewusst geworden bin, jedes Mal, wenn ich Menschen kennenlerne, diesen Wert zu schätzen, indem ich mir innerlich die Frage stelle:

Was bist den du für ein Toller Typ. Oder was bist den du für eine Tolle Frau?

Und denke mir bevor ich etwas sage (ok, manchmal vergesse ich das):

Ich bin ein Leben, du bist ein Leben und jeder andere Mensch ist auch ein Leben. Ich bin ein unglaublich geiles Leben, du bist ein unglaublich geiles Leben ich freue mich dich, so ein unglaublich geiles Leben kennenzulernen. Lass dich umarmen, lass mich dir mitteilen, dass ich mich freue, dass du und ich Teil dieses unglaublich großartigen geilen Lebens sind.

2 Antworten auf Mein Mindset, dass mich jeden Tag glücklicher macht

  • Hallo Helmut!
    Ich finde Deine Videos äußerst hilfreich, weil Du einen sehr guten Zugang zu Deinen verletzlichen Gefühlen gefunden hast und darüber reflektieren kannst, während wohl die meisten bei derart harten Traumata verdrängen wollen und eher alexithyme Eigenschaften entwickeln, dabei den Zugang zu den eigenen Gefühlen verlieren und die eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr so richtig wahrnehmen können, stattdessen als Ventil psychosomatische Symptome und Krankheiten entwickeln. Erinnerungen werden dabei ganz flach und gefühlsentleert, als würde man sich die eigene Kindheit nur wie einen zweidimensionalen Film ansehen. So wird eine Verarbeitung der damaligen Gefühle erschwert oder verunmöglicht, weil man nicht rankommt an diese verletzlichen Gefühle und sie deshalb auch nicht auflösen kann in ihrer negativ geprägten Suggestivkraft, die bis ins Erwachsenenalter fortwirkt. Ich persönlich arbeite deshalb die Traumata eher über Verarbeitungsträume auf, eben weil mir dieser unmittelbare Zugang zu den damaligen Gefühlen oft fehlt. Gerade erst zog ich in eine Wohnung, die dem alten Haus meiner Kindheit sehr ähnlich sieht, etwa gleiches Baujahr, ähnlicher Baustil, alte Türen etc. Das hat einiges neu aufgewirbelt in mir, z. B. meine Selbstvorwürfe, warum ich es als 7-jähriges Kind nicht schaffte, meine Zimmertür zu verriegeln, um mich und meine jüngere Schwester vor dem übergriffigen heroinsüchtigen Bruder zu schützen. Der Schlüssel fehlte. Es gab jedoch einen manuellen Riegel, was ich damals aber noch nicht wusste. Jetzt, wo ich wieder solche Türen habe mit manuellen Riegeln ohne Schlüssel, triggert es mich natürlich. Aber ich muss mir immer wieder sagen, dass ich als 7-Jährige bewusst nicht darüber informiert wurde, damit ich mich nicht einschließen konnte, sonst hätte ich uns trotz Verbot eingeschlossen, um uns zu schützen. Ich kann mich noch daran erinnern, wie verwundert ich war, als eine andere Tür verschlossen war, ohne Schlüssel, die es fast nirgendwo im Haus gab. Ich hab jahrelang darüber gegrübelt und erst jetzt enträtseln können, wo ich wieder in einer gleichaltrigen Wohnung innerhalb eines fast 100-jährigen Hauses lebe. Wie Du habe ich erkannt, dass ich mir überhaupt keine Vorwürfe machen muss. Ich hab mich wacker gehalten als Kind und es letztlich irgendwie überstanden, wenn auch mit einem großen Rucksack an Ängsten, welche mir in meiner Kindheit eingeimpft wurden. Ich habe mich sozial nie ausgeschlossen gefühlt, sondern mich selbst isoliert, weil ich meinen Freiraum nur in mir selbst finden konnte, indem ich Abstand schuf zu den anderen. Es war mir immer bewusst, dass ich diesen Abstand jederzeit verringern und dann durchaus kontaktfreudig sein konnte, wenn ich wollte, und so dann auch durchaus Kontakte fand, die mir zusagten. Das gab ich weiter an solche, die sich unfreiwillig ausgegrenzt fühlten, was ihnen half, die eigene unbewusste, selbstschützende Tendenz zu Rückzug und Selbstisolation zu erkennen, um diese soziale Angst aufzulösen. So ähnlich hast auch Du mich bereichert durch das tapfere Offenlegen Deiner verletzlichen Gefühlswelt, was wiederum meine eigenen eingeschlossenen Gefühle der Kindheit hervorholt aus dem Dunkel des Verdrängten. Du zeigst mir, wie befreiend es sein kann, sich diesen schmerzhaften Gefühlen zu stellen und sie nicht mehr wegzudrücken. Ganz herzlichen Dank dafür! Liebe Grüße, Evelyne

  • Hallo lieber Helmut,
    ich habe einige Videos von Dir gesehen und bin nun sehr erfreut, das ich dadurch Dich kennenlernen konnte. Du bist ohne Frage ein Edelmensch und es macht mir sehr große Freude, das ich Dir das auch mitteilen kann. Deine gutmütigen Augen, Deine Gesten und Deine besondere Art gibt es bestimmt nicht oft in dieser Welt ! Wenn alle Menschen so wären wie Du, dann würden wir im Paradies leben. Ich habe Dich in mein Herz geschlossen und wünsche Dir alles Gute. Wenn ich darf, werde ich Dir später noch einige Zeilen schreiben. Aus einem Video von Dir habe ich entnommen, das Du zur Zeit viele sehr lange Mails bekommst und deswegen möchte ich mich auch kurz fassen, damit von Deiner wertvollen Zeit noch etwas für Dich übrig bleibt. Ich empfinde große Freude, das es Dich gibt. Pass bitte gut auf Dich auf und bis zum nächsten Kontakt zu Dir, wenn Du magst. Liebe Grüße von Deinem Freund Detlef aus Deutschland. 🙂

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